Montag, 24. September 2012 - 14:24 Uhr

Zukunfts-Workshop: Mit Skizzen und Gemälden die Dynamik der Interaktion auf Papier gebracht.

 

AtmoVisu während des Workshops von Dr. Charles Savage in München, September 2010

 

Meine Teilnahme an diesem Workshop ist eine erste wichtige Etappe auf der Reise in die Vergangenheit. Organisiert von Dr. Charles M. Savage, Präsident und Mentor von Knowledge Era Enterprising (KEE) International, hilft Firmen das enorme menschliche Potential von Wissen im Unternehmen zu entdecken. Er schreibt, berät und spricht über das Thema in den USA, Asien und Europa.

 

Von der ersten Minute an war ich auf meine Beobachtung der Ereignisse, auf meine Geistesgegenwart und Inspiration angewiesen.

Mein vorbereitetes Konzept verwarf ich schon nach kurzer Zeit und gab meiner Intuition den Raum, den sie brauchte, damit ich ein authentisches Ergebnis erzielen konnte.

 

Die erste Skizze entstand während der Vorstellungsrunde welche von Charles Savage moderiert wurde. Ich verfolgte die Kommentare der 24 Teilnehmer sehr aufmerksam mit meinem Stift.

Anfangs spürte ich eine eher ruhige Dynamik, doch je mehr Leute vorgestellt worden sind, desto lebendiger wurde es im Raum.

 

Mein 2. Bild ist das Resultat einer Gruppenarbeit. Die Teilnehmer wurden in Vierergruppen geteilt und sollten zu den Phänomen „People“, „Profit“ und „Planet“ eine „individual discovery map“ anfertigen, welche die Erkenntnisse, Fragen und Visionen dieser Faktoren in Wort oder Bild enthalten sollte. Die sechs Tische erkennt man auf meiner Skizze, jedes Thema hat seine eigene Farbe. Den Profit habe ich schwarz gesehen, denn er ist schwer und mächtig. Menschen waren für mich Rot oder Orange, der Planet eher Grün. Alles sollte ein harmonisches Ganzes ergeben.

Die dritte Skizze erscheint eher kompakt zeigt Schwarz als vorherrschenden Farbton, vielfältige Rot- und Grüntöne. Dies stellt "Triple-Bottom-Line" dar, in Deutschland unter "Drei-Säulen-Modell" bekannt. Mehr daüber erfahren können Sie bei Wikipedia: "Triple Bottom Line" oder "Drei-Säulen-Modell"

Während der Themenausarbeitung und Vorstellung dieser entstand die vierte und letzte Skizze. Diese zeigt, wie und was sich aus dem Tagesworkshop „Zukunft-Economy 4.0“ in Zukunft daraus entwickeln kann. Der Workshop kann der Anfang gewesen sein, von Gruppen die weiter daran lösungsorientiert arbeiten und durch das Netzwerk einen guten Austausch und Verbindung zueinander pflegen. Alles was in den Teams geschah, ist nun offen für neue Wege, die zu Veränderung führen und Neues bewirken. All das was die Ökonomie 4.0 unterstützen könnte.

 

Die künstlerische Umsetzung des Aquarells in Acryl auf Leinwand entstand in meinem Atelier. Beides ist für sich ein Kunstwerk und Original. Das Aquarell hat genauso seine Wirkung wie das Acrylbild auf Leinwand die zwei Maltechniken sind nicht miteinander vergleichbar.

Wenn die Richtung und die Aufgabenstellung feststehen, setze ich mich malerisch mit dem „Wie“ auseinander. Dies ist ein langwieriger Prozess, in dem die Aufgabenstellung aus vielen Blickrichtungen betrachtet und durch unterschiedliche methodische Herangehensweisen künstlerisch umgesetzt wird. Wichtig ist auch, dass das Kunstwerk durch das Miteinander der Teilnehmer entsteht. Die Interaktion aller beteiligten Personen eines Workshops oder einer Konferenz sind ausschlaggebend für den Entstehungsprozess eines solchen Kunstwerks. Das Ergebnis auf dem Papier wird anders ausschauen wenn die Stimmung eher gespannt ist und wenig Resonanz im Publikum zu spüren ist bzw. wenn das Publikum mitarbeitet, viel diskutiert wird und sich stark für die Entwicklung des Themas einsetzt. Meine Empfindungen, die Atmosphäre im Raum bringe ich in Form von Farben und Formen aufs Papier. Ich passe die Pinselstriche an das Thema an und spiegele die Interpretation der Diskussionen wieder.

 

Die Originale dieser künstlerischen Umsetzung können in den Geschäftsräumen im SCE, Strascheg Center for Entrepreneurship in der Heßstraße 89 in München betrachtet werden.

 


Tags: Zukunft Workshop Teamarbeit Skizzen Seminar Profit Planet Mensch Gruppenarbeit Farben Claudia Linz Charles Savage Ökonomie 

8922 Views

0 Kommentare

Mittwoch, 29. August 2012 - 15:08 Uhr

Was sind Atmosphärische Visualisierungen? Wie bin ich dazu gekommen?

 

Immer häufiger werde ich gefragt, wie ich dazu gekommen bin, meine Kunst in Richtung atmosphärische Visualisierungen zu lenken und was sich denn konkret dahinter verbirgt. Dieser Blog soll auch mir helfen, die Kunst in Worte zu fassen und Ihnen als Betrachter bzw. Leser die Botschaft dahinter zu vermitteln. Die Reise führt daher ein Stück in die Vergangenheit und soll uns weiter in die Zukunft führen.

 

Wenn man weiß, dass das Ergebnis dieser Kunst wirklich ein gemaltes Bild ist, kann man sich eine ungefähre Vorstellung machen.

 

Bevor ich etwas mehr in die Tiefe gehe, beschreibt diese Kurzversion schonmal das Wesentliche: „Die Atmosphäre und das Zusammenspiel aller Anwesenden mit Bezug auf ihre Vortragsthemen und Kernaussagen ist eine neue Möglichkeit der visuellen Kommunikation.“

 

http://www.linz-art.de/atmovis.html

 

       

 

Aber die Kunst ist ja bekanntlich viel komplexer und ein einziger Satz wird es nie schaffen, alle Gedanken, Visionen und Inspirationen einzufangen.

 

Für mich ist die Kunst ein wegweisendes Mittel, durch das ich eine dynamische Auseinandersetzung mit dem Sichtbaren und Fühlbaren der IST-Zustände versuche visuell umzusetzen.

 

Im Jahr 2003 berührten mich die Bilder in den Nachrichten, von den Unruhen in den Vororten vor Paris, die Wohngebiete hätten auch bei uns in München sein können. Ich machte mich mit meinen zur Verfügung stehenden Mitteln auf den Weg um dafür gute und wirtschaftliche Lösungen zu finden.

 

Ich stellte mir die Frage: Wie kann ich mich wieder in die Situation hineinversetzen ohne dass ich das ganze Szenario nachstellen muß und dadurch auf alle Beteiligten zurückgreifen muß? Das war mir einfach viel zu umständlich und würde auch viel zu viel Zeit kosten.

 

Als erstes nahm ich mir ein Blatt Papier zu Hand. Die üblichen Pro- und Kontra-Listen waren mir zu rational gedacht und so ganz ohne Gefühl. Das stellte mich nicht zufrieden, weil irgendetwas dazu fehlte. Die Menschlichkeit ist vielseitiger als die Wörter, die Schwarz auf Weiss geschrieben werden. OK, es sollte farbig werden und emotional und gleichzeitig rational entstehen.

 

Die Empathie die dazu nötig ist, wurde mir in meinem Leben geschenkt. Ich handelte damals aus meiner Hilflosigkeit und Neugierde heraus, erst jetzt habe ich erfahren, das viele Nobelpreisträger, wie Albert Einstein die Methoden sich mit Empathie in Dinge zu versetzen um Lösungen finden zu können, eingesetzt haben.

 

Das künstlerische Planspiel, anhand der Situation in Paris im Jahre 2003, brachte ich auf Papier. Mich interessierte es, welche Ansätze es geben könnte, dass dieses Problem an den Wurzeln einfach und preisgünstig behoben werden könnte. Wie ich am schnellsten herausfinden kann ob ich mich überhaupt für einen sinnvollen Ansatzpunkt entschieden habe. Statistiken oder Studien waren mir zu viel Arbeit, an diese heranzukommen und ich kannte auch niemanden, der mir darüber kompetente Auskunft geben könnte. Ich wurde selbst schon ganz unruhig und gereizt, und dann stellte ich mir die hohe Arbeitslosigkeit, die Plattenbauten und Straßenschluchten vor: nur grau in grau mit ein paar brennenden Autos… diese waren das einzige Farbige, das mir aus den Nachrichten entgegen kam. Also ich bekam sogar Verständnis dafür, das sie ihren Frust irgendwann ausleben mussten. Dachte ich jetzt etwas Naiv oder bin ich nur wertfrei mit der Situation umgegangen?

 

Also mein Thema für meine nächste Bilderserie stand fest: „Flächendeckend“.

 

Wie viel Grau ist einem Menschen zumutbar, ohne das er aggressiv wird und dieses Bild sofort ablehnt und in den Müll wirft. Wie muss eine graue Fläche belebt werden, damit es für die Mehrheit der Betrachter als angenehm empfunden wird, die graue Fläche ansprechend wirkt und nicht ablehnend, wie viel bunte Farbe das Grau braucht. Wie viele farbige Flächen oder farbige Akzente ausreichen um mit dem Grau eine Bewunderung beim Betrachter auszulösen.

 

     

 

Bei der Betrachtung eines Bildes spielt unser emotionales Empfinden für die Feinheiten eines Bildes, eine große Rolle. Dies spielt sich oft in unserem Unterbewusstsein ab und es ist unabhängig von dem was wir in unserem Leben gelernt haben.

 

Dies war 2003 die ersten Anfänge eine Atmosphäre auf Papier zu übertragen. Wie es im übertragenen Sinne aussehen könnte, damit langfristig Ruhe in den Vororten von Paris einkehren könnte. Die Unruhen passen nicht zu meiner Mentalität! Und direkt vor Ort wollte ich schon gleich gar nicht sein! So verfolgte ich meine Idee über Jahre und probierte einiges aus.

 

Herzliche Grüße und bis bald

 

Claudia Linz


Tags: Zukunftsworkshop Wegweiser visuelle Darstellung Veränderungsprozesse rationale Situationen Kreativität Kernaussage Inspiration Empathie Atmosphärische Visualisierungen Botschaft abstrakte Kunst 

8531 Views

0 Kommentare

Claudia Linz
Münchner Webwoche

Als offizieller Partner der Münchner Webwoche 2016 biete ich einen Spezial Schnupper ART-Coaching Workshop mit dem Thema „Die Balance der analogen und digitalen Welt“ auf Anfrage an.

 

Die Besten der Besten.
Danke für Eure Unterstützung und all Eure wertschätzenden Kommentare! Ich bin stolz auf Euch!

 

 

 

 

c.LinzART